Sonntag, 6. Mai 2012

Von Facebook, French Fries und Festival-Fieber












Es ist ein fauler und verregneter Sonntagvormittag und da mein letzter Blogeintrag schon Ewigkeiten her ist, beehre ich euch mal wieder mit einem Text aus meinem Leben. Da wir heute trotz Mai nur 8°C haben, kann ich getrost den Tag mit Schreiben und Musikhören verbringen, ohne groß was zu verpassen.
Am Mittwoch hat für mich die langersehnte Badesaison begonnen; ich war mit Maria 5 Stunden lang am Cospudener See und hab mir natürlich gleich einen Sonnenbrand geholt – dafür war das gefühlte 13/14°C kalte Wasser eine wahre Erfrischung. Nächste Woche werde ich dann beim Campuslauf in Dresden mitlaufen; da ich in letzter Zeit viel arbeiten war, bin ich kaum zum Trainieren gekommen, aber für 5km müsste meine Kondition gerade noch reichen.
Ansonsten habe ich mir jetzt endlich eine Facebook-Fanpage erstellt, mit der ihr immer auf dem neuesten Stand bleiben könnt. Nach meinem letzten Gig am vergangenen Montag im Stadtclub Freiberg beim Juicy Fruits Rave dachte ich, es wird Zeit dafür, damit ich nicht alle meine Facebook-Freunde auf meinem normalen Profil mit dem DJ-Zeugs nerve.. und es fühlt sich echt toll an, zwei Accounts zu haben, um seine Fans auf dem Laufenden zu halten ;)
Ansonsten werde ich demnächst mit der WG-Suche in Berlin anfangen – einerseits freue ich mich wahnsinnig, endlich in diese Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten zu ziehen, andererseits wird es mir schwerfallen aus Dresden wegzugehen – wer weiß, ob ich wieder so eine tolle WG finden werde.. aber zum Glück ist ja Berlin nicht weit weg und da ich sowieso gerne unterwegs bin, werd ich der sächsischen Landeshauptstadt sicher regelmäßig Besuche abstatten. Vorher geht’s aber noch für zwei Wochen zu meiner Gundel nach Malta und danach werden wir zusammen die BRN (Bunte Republik Neustadt) und später das Fusion-Festival rocken – es gilt also, den legendären letzten Sommer nochmal zu überbieten! Und last but not least bekommt ihr noch meine Playlist für Mai – einige der Tracks könnt ihr auch in meinem aktuellen Mixtape auf soundcloud hören! PS: Die meisten der Fotos stammen vom Spinnerei-Rundgang letztes Wochenende in Leipzig.
  1. Baskerville vs. Henzel & Disco Nova – Holander
  2. Burial & Four Tet – Moth
  3. Archive – Lights
  4. Maximum Balloon ft. Theophilus London – Groove me
  5. Nicolas Jaar – Wouh
  6. Muse – Citizen erased
  7. Scanners – Strangelovehate
  8. Goldfrapp – Ohh la la (Benny Benassi Remix)
  9. Louis XIV – Pledge of Allegiance
  10. Spank Rock – Energy (DG Disco Version)
  11. Smashing Pumpkins – Disarm
  12. Whomadewho – Below the cherry moon
  13. Joakim – Find a way (Punks jump up Remix)
  14. Fever Ray – When I grow up
  15. Boys Noize – Jeffer (Para One Remix)
  16. Editors – Papillon
  17. Moloko – The time is now (Joe & will ask Remix)
  18. Crystal Fighters – Plage (Felix Cartal Remix)
  19. Crumps – Basketball
  20. Portishead – Biscuit
  21. Theophilus London – Humdrum Town
  22. Rubix – That rhythm (Xinobi Remix)
  23. Chromeo – Night by night (Siriusmo Remix)
  24. Theophilus London – Last name London (Brodinski Remix)
  25. Visitor – Coming home (Lifelike Edit)
  26. Toro y moi – Still sound (Xinobi Remix)
  27. Carte blanche – The molecules
  28. The Rapture – How deep is your love (A-Trak Remix)
  29. Fat & Ugly, TAI – Ex
  30. Simian Mobile Disco – Put your hands together
  31. Bart B More, Drop the lime – The bass
  32. Mustard Pimp – ZHM
  33. Felix Cartal – Berlin
  34. French Fries – Yo vogue
  35. Crackboy – Something for
  36. Ado – Age
  37. Art Nouveau – Air france (Gucci Vump Remix)
  38. French Fries ft. Bambounou – Hugz








Montag, 26. März 2012

33 Songs for a super summer

Da es nun endlich doch draußen wärmer wird und die Klamotten immer kürzer werden, ist es Zeit, euch den passenden Soundtrack zu präsentieren, um sich die Klamotten vom Leib zu reißen, in die blauen Fluten zu stürzen und anschließend in der prallen Sonne zu brutzeln und Sandpenisse zu malen.. In diesem Sinne: Habt einen Super-Sommer!


  1. Isolee – Beau mot plage
  2. Classixx – Cold act ill
  3. Mightyfools – Super summer
  4. Miami Horror – Holidays (Cadillac Remix)
  5. Metronomy – The bay
  6. TWR72 – Summer
  7. Crystal Fighters – Plage
  8. Dirty Disco Youth – In love
  9. Julio Bashmore – Battle for middle you
  10. Xinobi – Hawaii
  11. Moullinex – Sunflare
  12. Cut Copy – Saturdays
  13. Azari & III – Reckless with your love (Tensnake Remix)
  14. Tensnake – Coma cat
  15. Xinobi – BMX
  16. The XX – Hot like fire
  17. Rogerseventwo – You take me higher
  18. Parov Stelar – Booty swing (Tits & Clits Remix)
  19. Lifelike – Heatwave
  20. Fonzi & Dastie – Freitag (Homeboi Remix)
  21. Ohyeah – Sain Tropez
  22. Q.G. - Burn
  23. Totally enormous extinct dinosaurs – Garden
  24. Breakbot – Fantasy
  25. Friendly Fires – Jump in the pool
  26. Goose – Synrise (Mumbai Science Remix)
  27. Aeroplane – Without lies (Breakbot Remix)
  28. Lykke Li – I follow rivers (The Magician Remix)
  29. SCNTST – 909 Time
  30. BS1 – By the sea
  31. Simian Mobile Disco – Cruel intentions
  32. Pony Pony run run – Hey you
  33. Mightyfools – I think about you








Montag, 12. März 2012

Wochenrückblog oder: Prokrastinieren geht über studieren



Da ich länger nichts mehr gebloggt habe und gerade mal eine kreative Lernpause brauche, wird der nächste Blogeintrag zur Abwechslung mal ein Wochenrückblick:
|Gesehen|Er steht einfach nicht auf dich/He´s just not that into you (mit Jennifer Aniston, Scarlett Johansson, Ben Affleck) - Zum 3. Mal gesehen, passt wunderbar zu jedem Mädelsabend; Shame (mit Michael Fassbender) - großartiger Film über emotionale Leere in der heutigen schnelllebigen Gesellschaft; Elegy – Die Kunst zu lieben (mit Penelope Cruz) – sehr schöner Film nach dem Roman von Philip Roth für alle, die die Hoffnung noch nicht aufgegeben haben|Gelesen|“Heartcore – Liebe ist ein Aufstand“ von Johanna Merhof. Klingt zwar wie ein Porno, ist aber ein ehrliches, herzliches und erfrischendes Buch über die Liebe.
|Gehört| The Weeknd – The Knowing
- traumhafte Musik, wer das noch nicht kennt: anhören!|Getan|Vor allem in der SLUB (Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek) gesessen und an meinen Hausarbeiten geschrieben. Gegessen|Zwei mal asiatisch essen gewesen; einmal bei Mr. Moto in Leipzig (eines der besten Sushirestaurants, in denen ich bis jetzt war), einmal in Finsterwalde bei der Mittagspause auf Arbeit (es gab gebackenen Fisch mit Reis und Gemüse), ansonsten von Tiefkühlpizza und Chips ernährt, also alles wie immer.|Getrunken|Osaft und am Wochenende Club Mate zum Weggehen und Beck´s Ice zum gestrigen Tatortabend
|Gedacht| Was freu ich mich auf Berlin im Sommer. Außerdem: über das Motiv für mein erstes Tattoo, Inspiration siehe unten.|Gefreut|Darüber, dass ich es dieses Semester endlich mal geschafft hab, rechtzeitig mit meinen Hausarbeiten anzufangen.|Gewünscht|Dass es bald wieder wärmer wird und ich mich raus an die Elbe setzen kann.
|Gekauft| Star Wars-T-Shirt von H&M.
|Geärgert| Dass ich eine Freundin versetzt hab ohne ihr abzusagen.. Schande über mich! Geklickt| sehr viel Twitter und Facebook, ansonsten Internetrecherche für meine Hausarbeiten
|Gestaunt|Wie schnell so eine Woche vergehen kann und dass ich schon wieder seit 2 Wochen nichts mehr gebloggt habe.
Und nun noch meine Playlist für den heutigen Tag:
1. Metronomy – The bay 2. The Ting Tings – Fruit machine 3. Daft Punk - High life 4. Uffie – Ricky 5. Louis XIV – Finding out true love is blind 6. Moby – Lie down in darkness 7. Totally enormous extinct dinosaurs – Dipper 8. Flunk – Play 9. Egyptrixx – Crysalis records (ft. Trust) 10. Sam Sparro – Black and gold

Dienstag, 28. Februar 2012

4 Tage, 6 Städte oder Falling in love with places, not with people











Gerade habe ich "Angst vorm Fliegen" von Erica Jong zu Ende gelesen, ein großartiges Buch über die Frauenemanzipation (das meiner Meinung nach jeder Mann und jede Frau lesen sollte) und nun liege ich in meinem Bett und verfasse ich zur Musik von James Blake, Lykke Li und den neuentdeckten fantastischen The Weeknd ("What you need"!!) meinen nächsten Blogeintrag.
Mein Leben fühlt sich gerade ziemlich gut an, letzte Woche war eine der erfolgreichen, in denen sich alles zum Guten wendet. Die Heldin aus "Angst vorm Fliegen" hat auch beschrieben, dass sie, wenn sie nicht gerade zu Tode deprimiert ist, vor Energie und Tatendrang übersprudelt und alle mit ihrer guten Laune ansteckt, was oftmals auch auf mich zutrifft.
Nun ja, eigentlich sollte es in diesem Blogpost ja um meine Deutschland-Odyssee der letzten Woche gehen. Von Sonntag bis Donnerstag war ich unterwegs - von Leipzig ging es (nach Gesaffelstein im Sky Club) nach Bonn (um Karneval zu feiern), von dort nach Köln, wieder zurück nach Bonn, nach Düsseldorf und dann (mit Umweg über Essen) in meine Traumstadt und große Liebe Berlin, wo ich Justice live gesehen habe (zumindest die letzte halbe Stunde nach Audio Video Disco hat in der 1. Reihe in der Columbiahalle gut gerockt und ich freue mich schon, die beiden auf dem Melt! wiederzusehen) und Vorstellungsgespräch für ein Praktikum beim Vice-Magazin hatte (für das ich gestern die Zusage bekommen habe). Leider hat mich meine Mitbewohnerin nicht zu dieser letzten Station begleitet (haha, klingt irgendwie makaber!), aber wir haben uns dafür Donnerstag abend in der heimischen Dresdner WG wiedergesehen, wo es dann natürlich viel zu erzählen gab (es wird mir trotz allem sehr schwer fallen Dresden zu verlassen; in einem anderen Blog habe ich letztens gelesen, dass die Autorin, wenn sie einen Herzenswunsch erfüllt bekäme, alle ihre Lieben in einer Stadt wohnen ließe; genau das würde ich mir wahrscheinlich auch wünschen).
Sie war bereits seit Freitag unterwegs gewesen und meinte, sie wisse jetzt wie sich das Leben eines Superstars anfühle und jede Nacht an einem anderen Ort und in einem anderen Bett zu verbringen.
Von allen Städten, die ich in diesen paar Tagen mehr oder weniger gut kennengelernt habe, fühle ich mich doch in Berlin am meisten zu Hause, diese Stadt weckt jedes Mal aufs neue wieder meine Sehnsucht und dennoch auch das Gefühl, genau an dem Ort zu sein, wo ich hingehöre.
Nach dem Termin bei Vice, der in 5 Minuten über die Bühne gegangen war, setzte ich mich in das nahgelegene Café "Mein Haus am See" auf der Brunnenstraße (und damit um die Ecke vom Brunnen 70, einer meiner bisherigen Lieblingslocations in der Hauptstadt) und genoss dort zwischen Engländern, Franzosen und Einheimischen und bei einem Rharbarber Vanilla Soda das inspirierende Berlin-Flair, bevor es wieder zurück nach Dresden ging (in einer Facebook-Recommendation hieß es "Wer hier nicht war, kennt Berlin nicht", was ich ziemlich treffend fand). Auf einer Postkarte im Jüdischen Museum, das ich am Vormittag besucht habe, habe ich den sehr treffenden Spruch von Moses Mendelsohn gelesen: "Um gern in Berlin zu sein, muss man zuweilen reisen." Die Reise wird also auch für mich weitergehen und da ich mich am besten mit Zitaten und Aphorismen ausdrücken kann, will ich diesen Post mit einem Zitat von Henry David Thoreau abschließen:


"Ich ging in die Wälder, denn ich wollte wohlüberlegt leben; intensiv leben wollte ich. Das Mark des Lebens in mich aufsaugen, um alles auszurotten, was nicht Leben war.
Damit ich nicht in der Todesstunde innewürde, dass ich gar nicht gelebt habe."